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Annette von Droste-Hülshoff - Die Autorin Annette von Droste-Hülshoff ist eine bedeutende Poetin und Schriftstellerin der deutschen Literaturgeschichte. Sie wurde am 10. bzw. 12. Januar 1797 auf dem Schloss Hülshoff in der Nähe von Münster als „Frühchen“ geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort in ländlicher Umgebung. Ihre Familie war Teil des westfälischen Uradels und ließ sie auf den vollen Namen Elisabeth Anna Freiin Droste zu Hülshoff taufen, sie wurde aber von Beginn an nur Annette oder gar Nette genannt. Sie hatte eine ältere Schwester und zwei jüngere Brüder. Auf dem Schloss wurde sie von Hauslehrern betreut und stand sehr unter dem Einfluss wichtiger Professoren, die sie literarisch weiterbildeten. 1820 geriet Anette in ein Missverständnis, weil sie zwei Männern zur selben Zeit ihre Liebe gestand. Diese Nachricht verbreitete sich schnell in der gesamten Umgebung und die Dichterin musste gezwungenermaßen ihre literarische Karriere beenden, da sie als scheinbar unmoralische und gewissenlose Schriftstellerin keine Chance hatte ein normales Leben zu führen und ihrem Beruf weiter nachzugehen. Deshalb blieb ihre religiöse Gedichtsammlung „Das geistliche Jahr“ liegen und ihr erster Roman „Ledwina“ unvollendet. In dieser Zeit führte Annette das wenig aufregende Leben eines adeligen Fräuleins und kümmerte sich hauptsächlich um ihre Mutter, bis sie circa 15 Jahre nach dem Skandal, in einer kreativen Phase, zwei Epen schrieb bzw. vollendete. Ihr Leben wurde dadurch jedoch nicht wesentlich spannender. Als sie 29 war, starb ihr Vater und sie zog mit ihrer Mutter zusammen in deren Witwensitz nach Westfalen. Inspiriert von der neuen Heimat schrieb sie zwischen 1837 und 1841 etliche Ballladen und Erzählungen, ironische Lustspiele, Epen. Sie nahm den 17 Jahre jüngeren Sohn einer verstorbenen Freundin, Levin Schücking, bei sich auf, konnte sich nicht zwischen der Rolle der Mutter und der, der Geliebten entscheiden. Anette träumte davon an den Rhein zu ziehen und ein Leben als freie Schriftstellerin zu führen. Doch statt sich am Rhein niederzulassen, lebte sie in den nächsten zwei Jahren -zusammen mit Schücking- bei ihrem Schwager auf seiner Meersburg am Bodensee. Dort erlebt Annette ihren literarischen Durchbruch und schrieb in einem Jahr über 60 Gedichte und Balladen, darunter auch viele Liebesgedichte. 1842 verlies Levin Schücking die Meersburg, und damit auch Annette. Diese litt zwar unter der gegebenen Situation, kämpfte sich aber weiterhin durch das Leben. In diesem Jahr erschien „Die Judenbuche“ im Cotta’schen Morgenblatt und ihre Arbeit an „Bilder aus Westfalen“ wurde beendet. In den Jahren darauf schrieb Annette nur noch Gedichte in denen sie auf ihr Leben zurückschaute, da sie um ihren verlorenen Freund trauerte, der sich kurze Zeit nach ihrem Auseinandergehen verlobte und seine Geliebte heiratete. Am 24. Mai 1848, im Alter von 51 Jahren, starb Annette von Droste-Hülshoff an einer schweren Erkrankung. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof in Meersburg. Sie stand ihr Leben lang in Briefkontakt mit den Gebrüdern Grimm und kannte Goethes Schwiegertochter. Zur Erinnerung an die Nachwelt wurde sie ab 1961 auf Briefmarken abgedruckt und ab 1992 zierte ihr Gesicht den 20-DM-Schein. Einige Werke der Annett von Droste-Hüslhoff: Das Geistliche Jahr (Gedichtsammlung) Ledwina (unvollendeter Roman) Das Hospiz auf dem großen Sankt Bernhard (Epos) Des Arztes Vermächtnis (Epos) Die Judenbuche (Novelle) Die Schlacht im Loener Bruch (Epos) Perdu! oder Dichter, Verleger und Blaustrümpfe (Lustspiel) Der Knabe im Moor (Ballade) Bei uns zu Lande auf dem Lande (Prosawerk/Romanfragment/Nachlass) Der Heidemann (Gedicht) Bilder aus Westfalen (Fragment) Letzte Gaben (Nachlass/ Gedichte) von Laura
- Die Judenbuche
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